AdWords gestiegene Kosten

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Freddy Czaja

Viele AdWords Werbetreibende fragen sich seit ein paar Monaten, warum ihre AdWords Rechnungen höher ausfallen als früher, obwohl an den Anzeigen und Einstellungen nichts verändert wurde. Die Antwort ist ganz einfach: Google hat die Anzeigendarstellung in den Suchergebnissen optimiert, wodurch die CTR (Klickrate) in vielen Fällen gestiegen ist.

Wie die höheren Kosten zustande kommen und wen es betrifft, erklären wir in unserem Artikel.

Wen betrifft es und warum?

Die gestiegenen Kosten betreffen AdWords Nutzer, welche ein höheres Tagesbudgets in den Kampagnen eingestellt haben, um zwischen klickstarken- und klickschwachen Tagen einen besseren Ausgleich zu finden. Ziel dieser Maßnahme war es, möglichst viele potentielle Kunden zu erreichen und das verfügbare Monatsbudget voll auszureizen. Folgendes Beispiel soll das verdeutlichen:

Beispiel

AdWords Werbetreibender mit einem Kampagnen-Tagesbudget 10 Euro (Monatsbudget ca. 300 Euro), bei einem Klickpreis von 1 Euro.

An klickschwachen Tagen wurden von dem Werbetreibenden pro Tag nur 4 Euro ausgegeben. An klickstarken Tagen wurde die AdWordsanzeige nicht mehr angezeigt, nachdem das Tagesbudget von 10 Euro erreicht wurde - obwohl vielleicht 15 Klicks möglich waren (= 15 Euro). Das Ergebnis waren monatliche Gesamtkosten von zum Beispiel 220 Euro - also weit unter dem Monatsbudget - da an schwachen Tagen nicht das Maximum an Klicks erreicht worden ist.

Die Strategie von AdWords Nutzern war nun, dass sie das Tagesbudget in der Kampagne auf z.B. 15 Euro erhöhten, um an klickstarken Tagen möglichst viele Kunden zu erreichen - natürlich im Bewusstsein, dass die klickschwachen Tage die Ausgaben wieder ausgleichen und das Monatsbudgets von ca. 300 Euro erreicht wurde. 

Da nun die allgemeine Klickrate von AdWords Anzeigen gestiegen ist, kann es aktuell sein, dass die monatlichen Kosten nicht nur 300 Euro betragen, sondern bis zu 450 Euro.

Was muss nun getan werden?

Als erstes sollte das maximale Tagesangebot der Kampagne angepasst werden. Dann sollte überprüft werden, ob die höheren Ausgaben, vielleicht sinnvoll waren und beibehalten werden sollten. Als nächstes kann überprüft werden, welche Keywords und Anzeigen besonders von der höheren CTR (Click-Through-Rate) betroffen sind. Dabei ist darauf zu achten, dass die wichtigsten Keywords und Anzeigen genügend Budget haben.

Was hat Google genau optimiert?

Als erstes wurde der Anzeigentitel verlängert, sodass er jetzt mehr Informationen enthält und auch den organischen Suchergebnissen ähnlicher ist. Dann wurde das Feld “Anzeige” optisch angepasst, sodass es nicht mehr so sehr nach Werbung aussieht. Es zeigt aktuell das Wort “Anzeige”, mit einer dünnen Linie umrandet. Diese beiden Maßnahmen sind die Hauptänderungen, welche AdWords Anzeigen sehr ähnlich zu den organischen Suchergebnissen werden läßt.

Warum optimiert Google die Suchanzeigen?

Die Haupteinnahmequelle von Google sind AdWords Textanzeigen. Kann also durch optimieren der Anzeigen die CTR erhöht werden, erhöhen sich gleichzeitig die Einnahmen für Google. Des Weiteren gibt die verbesserte CTR aber auch Werbetreibenden eine Chance, die normalerweise einen schlechteren Anzeigerang haben, da Anzeigen mit einem sehr guten Anzeigerang, nach aufbrauchen des Tagesbudgets, nicht mehr angezeigt werden, wodurch schlechter platzierte Anzeigen nach oben rutschen.

Auch ist eine höhere CTR im allgemeinen für den Werbetreibenden gut, da sich dadurch der Qualitätsfaktor verbessern kann, was sich wiederum positiv auf den Anzeigenrang und den Klickpreis auswirkt.